Leichter Sommerwein

Mit den Temperaturen steigt die Lust auf leichtes Essen und Trinken. Bei Getränken sucht der Verbraucher in der Regel nach Erfrischung und Abkühlung und weniger nach Alkoholischem mit vielen Prozenten. Sommerweine sind da eine ideale Alternative.

Doch nicht alle Weine eignen sich. Sommerweine sollten fruchtig sein und über eine stabile Säure und eher wenig Restzucker verfügen. Geeignete Rebsorten sind: Riesling, Silvaner, Weißburgunder, Kerner und Rivaner. Im Rahmen der Bundesweinprämierung testete die DLG im Frühjahr u.a. 321 Rieslinge, 158 Weiß- und Grauburgunder sowie 50 Weißherbst- und Rosé-Weine.

Sommerweine sollten einen reduzierten Alkoholanteil haben. Ein Mindestalkoholgehalt von 10 Vol.-Prozent sollte aber bei trockenen Weinen nicht unterschritten werden, denn Alkohol ist ein Geschmacksträger, der maßgeblichen Einfluss auf den Charakter der Weine hat. In den letzten Jahren hat sich der Geschmack des Verbrauchers dahingehend verändert, dass Weine einen gewissen Mindestanteil an Alkohol haben sollten, damit sie überhaupt gekauft werden.

Rotweine gelten allgemein eher als Herbst- oder Winterweine. Sie haben in der Regel ein ausgeprägtes Tanningerüst, einen höheren Anteil an Gerbstoffen und einen höheren Alkoholgehalt. Die Fülle und Mächtigkeit, die daraus resultieren, passen weniger zum Geschmacksideal von Sommerweinen, das durch Frische und Fruchtigkeit geprägt ist. Auch Weine, die im Barrique (Holzfass) ausgebaut werden, eignen sich weniger als Sommerwein. Der Wein übernimmt einige Geschmackskomponenten vom Fass. Diese sensorische Besonderheit bewirkt einen eher „wärmenden“ Eindruck, den Weintrinker bei höheren Temperaturen selten bevorzugen.

Idealer Sommerwein: Weißherbst
Sein feinherber Charakter macht den Weißherbst zu einem perfekten Begleiter für lange Frühlings- und Sommernächte. Weißherbst ist eine deutsche Spezialität unter den Rosé-Weinen. Er ist frisch und seine Farbe ist gold-schimmernd bis lachsrot. Er darf sich nur Weißherbst nennen, wenn er ein Qualitätswein b.A. ist und aus Trauben einer einzigen roten Rebsorte stammt. Zu den bekannten Weißherbstsorten zählen Portugieser oder Spätburgunder. „Weißherbst“ bezeichnet einen Wein, der ohne Maischestandzeit aus roten Trauben gewonnen wird.

Tipps für unbeschwerten Sommerwein-Genuss
Ein Sommerwein sollte die saisonale sommerliche Küche ideal ergänzen können. Die leichte Küche bestehend aus Salaten, Gemüse, Meeresfrüchten sowie Gegrilltem wird begleitet von frischen, fruchtigen (nicht würzigen) Weinen wie Rieslingen oder Rivanern der nördlichen deutschen Anbaugebiete Mosel, Nahe oder Mittelrhein. Wichtig ist der Stil des Weines: Sommerweine müssen die richtige Frische mitbringen. So binden kühl und langsam vergorene Weine mehr natürliche Kohlensäure. Kohlensäure wirkt frucht- und säureverstärkend und ist so Garant für den typischen, fruchtig-frischen Sommerwein-Charakter. Die richtige Trinktemperatur bei heißen Außentemperaturen ist ebenfalls von Bedeutung. Je heißer das Wetter, desto kühler sollte der Wein serviert werden. Als Regel gilt bei Weiß- und Roséweinen: Pro 5 Grad Außentemperatur über 20 Grad Celsius ist ein Grad Trinktemperatur von 10 Grad abzuziehen.

Quelle: Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.
Internet: www.dlg.org

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