Rotwein Blog

Weblog zum Thema Wein
Rotwein Blog


Published August 6th, 2009

Absatz deutscher Wein geht zurueck

Der Absatz deutscher Weine sank im ersten Halbjahr 2009 um 2,8 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatzplus von 2,1 Prozent gewannen die deutschen Erzeuger jedoch überdurchschnittlich. Dies teilte das Deutsche Weininstitut auf der Basis der neuesten Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit.

Der Weinabsatz aller in Deutschland verkauften Weine ist im gleichen Zeitraum im Lebensmitteleinzelhandel (inklusive Discount) um 2 Prozent gesunken. Der Umsatz jedoch stieg um 0,6 Prozent.

Spanische und französische Weine legen zu
Weitere Gewinner des ersten Halbjahres waren spanische und französische Weine, die sowohl im Absatz als auch im Umsatz zulegen konnten. Mit einem Minus von 7,9 Prozent in der Menge sowie 7,3 Prozent im Wert mussten die Weine der Neuen Welt in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 im deutschen Weinmarkt die stärksten Verluste hinnehmen.

Vom Absatzrückgang besonders betroffen waren Rot- und Roséweine mit einem Minus von 2,7 bzw. 2,9 Prozent. Die Einbußen bei Weißweine fielen dagegen mit einem Minus von 0,7 Prozent vergleichsweise moderat aus.

Marktanteil deutscher Weine mengenmäßig zurückgegangen
Betrachtet man nicht nur den Lebensmitteleinzelhandel und Discount sondern berücksichtigt zusätzlich auch noch den Weineinkauf bei Winzern, Genossenschaften sowie im spezialisierten Fachhandel, so ergibt sich für deutsche Weine im ersten Halbjahr ein mengenmäßiger Marktanteil von 47,6 Prozent, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Umsatzbezogen ging der Marktanteil um 2 Prozent auf 53,4 Prozent zurück.

Veränderungen bei Einkaufsstätten
Nach Einkaufsstätten differenziert zeigt sich, dass der Direktbezug von Wein über Winzer und Winzergenossenschaften mengenmäßig zwar um 5,1 Prozent abnahm, insgesamt in diesem Bereich jedoch ein Umsatzplus von 0,7 Prozent erzielt werden konnte. Der Fachhandel musste dagegen im ersten Halbjahr sowohl 7,9 Prozent Absatz- als auch 3,9 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die Gewinner waren erneut die Discounter, die ihre Position als Haupteinkaufsstätten für Wein weiter ausbauen konnten und mit 48,2 Prozent fast die Hälfte des Weinabsatzes im ersten Halbjahr unter sich ausmachten.

Published June 18th, 2009

Deutscher Rotwein und Klimawandel

Hat der weltweite Klimawandel auch einen Einfluß auf den Deutschen Rotwein und die Qualität der Trauben?

Die prognostizierte Erwärmung im Verlauf des Klimawandels wird die Weinwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten auch in Deutschland grundlegend beeinflussen. Das behaupten Experten. Der Charakter von Weinen bestimmter Sorten werde sich ändern, dadurch erhöhe sich die in Deutschland mögliche Sortenauswahl. Besonders die roten Trauben sollen von der Erwärmung profitieren. So könnte schon bald in Deutschland ein genauso hochwertiger Rotwein hergestellt werden, wie in der in Frankreich und Italien. Stimmen die Thesen der Experten? Reportage von einem Weingut in Baden, das hochwertigen Rotwein produziert und ins Ausland exportiert.

Video: dw-world.de

Published June 18th, 2009

Deutscher Weisswein zum Spargel

Wenn zum ersten Mal im Jahr der frische Spargel auf dem Teller duftet und sich dazu ein leichter deutscher Wein im Glas entfaltet, hat der Frühling endgültig Einzug gehalten. Der aromatische Duft des Spargels und das anregende Bukett des Weins verbinden sich zu einem Fest für die Sinne.

Schon seit Jahrhunderten werden den beiden heilende Wirkungen für Geist und Seele nachgesagt. Denn das edle Gemüse und sein ebenbürtiger Begleiter der Wein, sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Im Idealfall wachsen Spargel und Reben in unmittelbarer Nachbarschaft, wie beispielsweise in Rheinhessen, Baden, Pfalz und Sachsen.

Die deutschen Winzer haben zahlreiche Weinsorten, die sich harmonisch zum Spargel gesellen. Worauf es bei der Weinauswahl ankommt, zeigt das Deutsche Weininstitut (DWI).

Wie wäre es beispielsweise mit einem filigranen Weißburgunder, der mit seinen feinen nussigen Noten förmlich darauf brennt, mit dem Spargel, Kartoffeln und gehaltvoller Sauce Hollandaise eine genüssliche Verbindung einzugehen? Auch ein feingliedriger Silvaner aus Rheinhessen oder aus Franken ist zu den Spargelklassikern sehr zu empfehlen. Grundsätzlich sollten die Aromen im Wein dem delikaten Gemüse den geschmacklichen Vortritt lassen. Dann gehen die Weine mit dem Spargel eine sehr harmonische Verbindung ein.

Kommen Kräuter ins Spiel, Estragon oder Kerbel beispielsweise, empfiehlt sich auch ein frischer Grauer Burgunder, der dem etwas ausdrucksvollerem Miteinander den letzten Pfiff verleiht. Riesling ist ebenfalls ein idealer Begleiter zu Spargel. Damit seine typische Säure nicht zu sehr auftrumpft, empfiehlt sich die Riesling Classic Variante mit seiner harmonisch-trockenen Art. Auch halbtrockener Riesling beispielsweise aus dem Rheingau ist zu Spargel und rohem Schinken, Schnitzel und Koteletts immer willkommen.

Spargel und Fisch, etwa gebratener Lachs, Saibling oder auch Lachsforelle suchen ebenfalls gerne die Gesellschaft von Riesling. Mildere Zubereitungsarten, leicht pochiert mit delikater Sauce serviert, sind wiederum perfekte Partner zu Silvaner oder Weißburgunder. Auch badischer Gutedel zum Spargel ist ein Klassiker! Er ist besonders beliebt wegen seiner milden Säure und daher zu allen leichten Gerichten zu empfehlen.

Bei der klassischen Spargel- Schinkenkombination beispielsweise spielt die salzige Komponente auf erfrischende Weise mit den feinen Aromen im Wein. So entstehen ganz neue Genüsse, so vielfältig und einzigartig, wie die Spargelsaison für Genießer nun mal ist. Wer Spargel gerne in Gesellschaft von Garnelen und Scampis schätzt, sollte auf eine eher milde Zubereitung der Krustentiere achten, damit das delikate Spargelaroma nicht überdeckt wird. Als Wein empfiehlt sich dazu ein Weißer Burgunder oder Silvaner, beide schwimmen mit diesem Menü auf einer „Aromawelle“.

Die Spargelsaison ist kurz, zu kurz bedauern Spargel-Fans. Weinfreunde dagegen dürfen sich freuen, neue kulinarische Bekanntschaften mit köstlichen deutschen Weinen auch nach der Spargelsaison fortzusetzen. Delikate Rezepte dazu gibt es beispielsweise im neuen Wein-Kochbuch des Deutschen Weininstituts. Es wurde jüngst mit dem ersten Preis des internationalen Gourmand Cookbook Awards ausgezeichnet und ist für 12,- € im Buchhandel oder unter deutscheweine.de erhältlich.

Quelle: Deutsches Weininstitut
deutscheweine.de

Published June 18th, 2009

Deutscher Wein und Mittelmeerkueche?

In Deutschland gesund essen und trinken – wie im Süden

Seit das berühmte “Französische Paradoxon” um die Welt ging, das die geringere Sterblichkeit der Franzosen auf die spezielle Ernährungsweise, aber auch auf den regelmäßigen Weinkonsum zurückführte, ist die Mittelmeerkost als Maß für eine gesunde Ernährung in aller Munde. Hauptkennzeichen sind der hohe Konsum von Olivenöl, Fisch, Gemüse, Obst und das obligatorische Glas Wein zum Essen.

Um die Vorzüge der Mittelmeerkost zu genießen, muss man aber nicht ans Mittelmeer fahren: Das deutsche Pendant ist möglich! Rapsöl liefert mit seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und seinem bemerkenswert hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren eine echte heimische Alternative zu Olivenöl und Fischfetten. Die verschiedenen heimischen Obst- und Gemüsesorten und unsere Hülsenfrüchte sind hier wie dort absolut vergleichbar.

Und auch den Wein betreffend sprechen viele Gründe für die Bevorzugung hiesiger Gewächse. Sowohl die vielfach belegte Qualität des deutschen Weines als auch seine gesundheitliche Wirkung sind durchaus ebenbürtig. Obwohl man in Rotweinen höhere Konzentrationen an Polyphenolen misst, die zusammen mit Alkohol die gesundheitlich positiven Effekte ausmachen, zeigen mit deutschen Weißweinen durchgeführte klinische Studien vergleichbare biologische Effekte. Möglicherweise gleichen die Weißwein-Phenole wegen einer stärkeren Wirkung die höhere Quantität der Rotweinstoffe – zumindest teilweise -wieder aus.

Ernährungsphysiologisch sinnvoll und entsprechend empfehlenswert wäre eine Anpassung der deutschen Trinkgewohnheiten: Propagiert werden sollte – ganz nach mediterranem Vorbild – das Weintrinken mit den Mahlzeiten: Regelmäßig aber mäßig ist gesundheitlich am besten. Aber auch der gleichzeitige Konsum von reichlich Wasser ist sinnvoll.

Doch merke – bei all den erwiesenermaßen ernährungsphysiologisch vorteilhaften Effekten: Wein ist dennoch kein Medikament! Er ist in erster Linie ein Kulturgut mit hohem Genusswert. Daher sollte der deutsche Wein bevorzugt werden, der individuell betrachtet am besten schmeckt und bekommt und harmonisch mit dem Essen korrespondiert.

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de