Rotwein Blog

Weblog zum Thema Wein
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Published June 13th, 2013

Ist Rotwein gesund?

Weinkenner wissen einen guten Rotwein zu schätzen, denn der Wein schmeckt nicht nur gut, sondern soll nach diversen Studien auch gesund sein – vorausgesetzt man trinkt den Alkohol nur in Maßen.

Damit der Rotwein sich positiv auf die Gesundheit auswirkt gilt das Motto “mäßig aber regelmäßig”. Das bedeutet, dass man lieber über die Woche verteilt kleinere Mengen an Wein trinken sollte, als am Wochenende große Mengen. Männer sollten zur Vermeidung von Gesundheitsschäden täglich nicht mehr als 400 ml Wein trinken und Frauen bis zu 200 ml. Natürlich kann man aber in geselliger Runde auch mal ein Glas Rotwein mehr trinken. Man sollte eben nur nicht ständig zu viel Alkohol trinken.

Wenn der Rotwein maßvoll getrunken wird, dann hat er zahlreiche positive Eigenschaften auf die Gesundheit. Man kennt ja auch das Sprichwort “es gibt mehr alte Weintrinker als alte Ärzte!”. An diesem Sprichwort ist schon was dran. Wohldosiert kann Rotwein Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und somit das Leben verlängern. Ebenso soll Rotwein Osteoporose und Demenz vorbeugen und sogar auf die Potenz soll der Rotwein sich positiv auswirken. Zudem soll der Rebensaft die Arterien weiten und Arteriosklerose und erektile Dysfunktion vorbeugen. Die im Wein enthaltenen Antioxidantien können freie Radikale, welche die Körperzellen schädigen, bekämpfen. Bei mäßigem Alkoholkonsum ist der Rotwein also durchaus gesund.

Published June 18th, 2009

Weisswein schuetzt das Herz so gut wie Rotwein

Eine der größten Langzeitstudien der Welt belegt, dass moderater Weingenuss das Leben verlängert – vor allem wegen der drastischen Senkung des Herzinfarktrisikos.* Dabei hat sich Weißwein dem Rotwein als vollkommen ebenbürtig erwiesen.

Seit 1978 standen insgesamt 128.934 Erwachsene aus Nord-Kalifornien unter gesundheitlicher Beobachtung des Department of Medicine am Kaiser Permanente Medical Center in Oakland. Während der 20 Jahre Beobachtungszeit sind 16.431 Teilnehmer verstorben. Deren Alkoholkonsumgewohnheiten wurden ausgewertet:

Alkoholeffekt? Man fand die aus zahlreichen früheren Studien bekannte J-förmige Beziehung: Moderater Alkoholgenuss (bis zu rund 24 g Alkohol; entspr. etwa 0,3 l Wein, 0,6 l Bier, 0,1 l Spirituosen**) ist im Vergleich zu Abstinenz mit einer etwa 10 % niedrigeren Sterblichkeit (unabhängig von der Todesursache) assoziiert. Bei einer Menge von bis zu 60 g Alkohol pro Tag beobachtete man bei Männern wie auch bei Frauen noch keine erhöhte Sterblichkeit. Erst bei extremem Konsum von mehr als 72 g Alkohol pro Tag war für beide Geschlechter – erwartungsgemäß – das Risiko um 50% bzw. um 60 % signifikant erhöht.

Weineffekt? Als man nach Alkoholika differenzierte, hatten Teilnehmer, die vorwiegend oder ausschließlich Wein tranken, bei moderater Alkoholdosis die stärksten Risikosenkungen. Selbst bei höchstem Konsum*** konnte bei den Weintrinkern – im Gegensatz zu den Bier- oder Spirituosenkonsumenten – kein signifikant erhöhtes Sterblichkeitsrisiko festgestellt werden!

DWA-Anmerkung: Dies soll allerdings nicht heißen, dass Wein jenseits der moderaten Menge empfehlenswert ist!! Und die ist mit 1 bis 2 Gläsern (bis ca. 0,3 l) für die Frau und etwa das Doppelte für den Mann definiert. Ein ständiges Mehr birgt gesundheitliche Risiken.

Weinarteneffekt? Als man die Daten auch noch hinsichtlich der Weinarten verglich, fand man keinen Unterschied. Die protektiven Effekte waren in gleicher Weise für Weißwein wie für Rosé oder Rotwein sowie für Sekt bzw. Schaumwein zu beobachten.

Lifestyleeffekt? Die Wissenschaftler aus Oakland geben allerdings zu bedenken, dass man mit ihren Daten nicht klären kann, ob die gesundheitlichen Vorteile für Weintrinker auf das Getränk per se oder auf andere gesundheitsbewusste Verhaltensweisen (z. B. Rauchverzicht, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung), durch die sich Wein- von Bier- und Spirituosenliebhabern unterscheiden, zurückzuführen sind.

* Klatsky AL, Friedman GD, Armstrong MA, Kipp H. Wine, liquor, beer, and mortality. Am J Epidemiol 2003;158:585-95.

** Berechnungsgrundlage für
Bier5 Vol%
Wein 11 Vol%
Spirituosen35 Vol%

*** mehr als 72 g Alkohol:
entspr.: über eine Flasche (820 ml) Wein, knapp 2 l Bier, ca. 250 ml Spirituosen pro Tag

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Published June 18th, 2009

Rotwein und Weisswein senken Herz-Risikofaktoren

Von allen alkoholischen Getränken hat Wein den günstigsten Einfluss auf Risikofaktoren bei Männern im Herzinfarkt gefährdeten Alter. Das ist das Ergebnis einer neuen, großen Bevölkerungsstudie aus Großbritannien.*

Die Senkung des Herzinfarktrisikos durch moderaten Alkoholkonsum liegt, je nach Studie unterschiedlich, im Bereich von 20 bis 60 Prozent. Verschiedene Studien kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Weinkonsum eine stärkere protektive Wirkung hat als andere alkoholische Getränke. Meist wurde das damit erklärt, dass Wein und insbesondere Rotwein eine Vielzahl von pflanzlichen Inhaltstoffen aufweist, die physiologische Wirkungen besitzen. So konnte sich der Glaube durchsetzen, dass “nur” der Rotwein gesund sei.

Tatsächlich gibt es nur wenige epidemiologische Studien, die hinsichtlich der biologischen Wirkungen zwischen rotem und weißem Wein unterscheiden. Die größte Untersuchung hierzu wurde kürzlich von Wissenschaftlern der Royal Free University (London) veröffentlicht. Man hatte hierzu 3.158 Männer im Alter von 60 bis 79 Jahren aus 24 Städten Englands ohne Vorerkrankung im Herz-Kreislaufbereich (Herzinfarkt, Hirninfarkt, Diabetes) rekrutiert. Ihre Ernährungs- und Trinkgewohnheiten wurden erfasst und mit der Ausprägung von Risikofaktoren für Herzinfarkt in Beziehung gesetzt. Dabei wurde hinsichtlich Bier-, Spirituosen- und Wein-Präferenz, – bei Letzteren zusätzlich auch zwischen “rot” und “weiß”- unterschieden. Für alle Berechnungen wurden Unterschiede hinsichtlich Alter, Körpermasse, Rauchen, Bewegung, Sozialstatus und anderer relevanter Einflussfaktoren statistisch berücksichtigt.

Ergebnis: Für alle alkoholischen Getränke fand man einen dosisabhängigen Anstieg des gefäßschützenden HDL-Cholesterins.
Aber nur bei Weinkonsumenten fand sich
- eine Senkung der als risikoreich eingeschätzten Blut- Neutralfette (Triglyceride)
- eine dosisabhängige Senkung des Insulinspiegels
- eine hohe Fließfähigkeit und niedrige Gerinnungsneigung des Blutes
- eine Senkung der Entzündungsreaktionen
alles Veränderungen, die als herz- und gefäßschützend eingestuft werden.

Beim internen Vergleich – Rotwein gegen Weißwein – fand man nur bei einem Gerinnungs- und einem Entzündungsfaktor günstigere Werte für die rote Variante.

Schlussfolgerung: Diese Studie bestätigt, dass die beobachtete Senkung der Herz-Kreislauferkrankungen bei moderatem Weingenuss biologisch plausibel ist. Andererseits stellt sie aber den weit verbreiteten Glaube in Frage, dass gesundheitlich förderliche Wirkungen nur dem Rotwein zuzuschreiben sei. Offensichtlich gehen von Weißwein vergleichbar günstige präventive Wirkungen aus.

* Wannamethee SG, et al. The effects of different alcoholic drinks on lipids, insulin and haemostatic and inflammatory markers in older men. Thromb Haemost. 2003 Dec;90(6):1080-7.

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Published June 18th, 2009

Alkohol regelmaessig maessig

Beim Alkohol besser regelmäßig mäßig als gelegentlich viel: Eine neue Langzeitstudie aus Dänemark belegt, dass nur der regelmäßige leichte bis moderate Alkoholgenuss günstige gesundheitliche Auswirkungen hat. Ein gelegentlicher hoher Konsum dagegen ist mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.

Unter Laien wie auch in Ärztekreisen ist die Meinung weit verbreitet, dass täglicher Alkoholgenuss gesundheitlich problematisch sei. Günstiger sei es, nach Alkoholkonsum “der Leber immer ein paar Tage Pause zu gönnen”. Für solche Ratschläge gab es zwar nie eine wissenschaftliche Grundlage, doch klang es “vernünftig”. In der Vergangenheit hatten jedoch verschiedene epidemiologische Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass neben der Trinkmenge die Trinkgewohnheiten eine Rolle spielen; dabei ging ein unregelmäßiger Konsum eher mit ungünstigen Effekten einher.

Diese Fragestellung behandelte auch kürzlich eine große Bevölkerungsstudie aus Dänemark. 26.909 Männer und 29.626 Frauen im Alter von 55 bis 65 Jahren wurden 7 Jahre lang beobachtet. Zu Studienbeginn waren die Teilnehmer detailliert hinsichtlich Trink-, Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten befragt worden. Bezüglich des Alkoholkonsums interessierte sowohl die Menge als auch die Trinkgewohnheit. Ein Alkoholkonsum von bis zu 1 Mal pro Woche wurde als “unregelmäßiger Genuss” definiert. Die Kategorie “regelmäßiger Genuss” wurde angesetzt, wenn Teilnehmer mindestes an zwei Tagen pro Woche alkoholische Getränke zu sich nahmen.

Ergebnis: Bis zum Studienende nach 7 Jahren waren 1.528 Männer und 913 Frauen verstorben. Dabei war das Sterblichkeitsrisiko insgesamt bei unregelmäßigem Alkoholkonsum höher, als bei regelmäßigem Konsum. Differenzierte man bei diesen zwei Kategorien noch nach der Alkoholmenge pro Trinkanlass und bezog man statistisch auch die Unterschiede im Lebens- und Ernährungsstil und im Bildungsgrad mit ein, so ergab sich folgendes Bild:

Bei Männern mit regelmäßigem Konsum fand man insgesamt das niedrigste Risiko, wenn sie auf 5 bis 6 Tage pro Woche verteilt bis zu 156 g Alkohol (Risikosenkung 49 %) zu sich genommen hatten. Dies entspricht einem täglichen moderaten Konsum von ca. 30 g (entspr. in etwa 2 Gläser (300-400 ml) Wein). Das Risiko im Vergleich zu strikter Abstinenz war selbst dann noch niedriger, wenn Männer täglich bis zu 40 g konsumierten. Bei Frauen, die regelmäßig Alkohol konsumierten, fand man eine Risikosenkung von 28% bei einem täglichen Konsum von bis zu 12 g pro Tag bzw. 16% bei bis zu 25 g. Allerdings waren diese Ergebnisse nicht statistisch signifikant. Tranken sie aber mehr als 30 g pro Tag, stieg das Risiko in jedem Fall an, gleich ob sie diese Trinkmenge an einem Tag zugeführt oder auf 7 Tage verteilt hatten.

Fazit: Dass Frauen mit Alkohol vorsichtiger umgehen müssen, belegt auch diese Studie. Für Frauen über 55 Jahre gilt allerdings, dass sich bei einem leichten, regelmäßigen Alkoholkonsum mehr gesundheitliche Vorteile als Risiken zeigen. Bei Männern in diesem Alter sieht man diesen Effekt sogar bei Trinkmengen von bis zu 35 – 40 g. Wer allerdings meint, sich die tägliche Dosis bis zum Wochenende „ansparen“ zu müssen, wird die Vorteile in klare Gesundheitsrisiken wandeln. Durch die dann weit höhere Alkoholkonzentration im Gastro-Intestinaltrakt und im Blut können solch unerwünschte Nebenwirkungen wie krebsfördernde und blutungsfördernde Effekte zu Tage treten.

Hinweis DWA: Verantwortungsvoller Weinkonsum
Das Thema Wein und Gesundheit bedarf einer durch Sachkenntnis, Ausgewogenheit und Verantwortung geprägten Präsentation. Obwohl zahlreiche wissenschaftliche Daten belegen, dass moderater Weinkonsum positive Effekte auf die Gesundheit hat, weisen wir darauf hin, dass exzessives Trinken aller alkoholischer Getränke sozialen und gesundheitlichen Schaden birgt.

Quelle: Tolstrup JS, Jensen MK, Tjonneland, et al. Drinking Pattern and Mortality in Middle-Aged Men and Women. Addiction 2004;99:323-30

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Published June 18th, 2009

Moderates Weintrinken haelt schlank!

Die Menschen werden weltweit immer übergewichtiger. Als Ursache wird neben anderen Lebensstilfaktoren auch meist auf den “zu hohen Alkoholkonsum” verwiesen. Deshalb wird zur Prävention und Therapie von Übergewicht eine Einschränkung des Alkoholkonsums empfohlen.

Diese sinnvoll anmutende Position steht jedoch konträr zu den Ergebnissen der epidemiologischen Forschung: Tatsächlich findet man mehrheitlich in den bislang vorliegenden Studien keinen einheitlichen Zusammenhang zwischen der Höhe des Alkoholkonsums und dem Ausmaß von Übergewicht. Dies wird auch in einer aktuellen Studie aus den USA deutlich (*).

Fördert der Konsum von alkoholischen Getränken die Gewichtszunahme? Dies untersuchte eine Studie an der Harvard-Universität mit 49.324 gesunden Frauen im Alter von 27 bis 44 Jahren (Nurses’ Health Study 2). Zweimal im Abstand von 8 Jahren ermittelte man Körpergewicht (ausgedrückt als Body Mass Index BMI) sowie Ernährungs- und Trinkgewohnheiten.

Ergebnisse: Bei Studienbeginn fand sich zwischen der Höhe der Alkoholzufuhr und Gewicht eine signifikant inverse Beziehung, das heißt: Die Frauen mit moderatem Alkoholkonsum (bis zu 30 g Alkohol/Tag) hatten ein niedrigeres Körpergewicht als Nichttrinker.

Dies änderte sich auch während der 8-jährigen Beobachtungszeit nicht: Das Risiko, während dieser Zeit 5 kg an Gewicht zuzunehmen, war bei den Frauen, die alkoholische Getränke MODERAT (0,1 bis 29,9 g Alkohol pro Tag) zu sich nahmen, signifikant niedriger. Oberhalb dieser Alkoholmenge stieg es allerdings wieder an.

Schlussfolgerung: Die Harvard-Wissenschaftler schließen aus Ihrer Studie, dass bei Frauen ein moderater Alkoholkonsum von bis zu 30 Gramm am Tag kein Übergewichtsrisiko darstellt. Dies bedeutet, dass auch um ihr Gewicht besorgte Weintrinkerinnen ohne schlechtes Gewissen ein bis zwei Gläser täglich genießen können. Bei einem ständigen Zuviel kehrt sich dieser Effekt jedoch ins Gegenteil. Die Forscher weisen darauf hin, dass ein hoher Alkoholkonsum die Entstehung von Übergewicht fördern kann.

Diese Einschätzung bestätigte auch eine neue deutsche Studie vom Universitätsklinikum Ulm. Der Erfolg einer medizinisch verordneten Diät (über drei Monate) wurde durch moderates Weintrinken nicht geschmälert. Tendenziell (allerdings nicht signifikant) nahmen diejenigen, deren Reduktionskost 0,2 l Weißwein beinhaltete, sogar mehr ab (**).

* Wannamethee SG. et al. Alcohol intake and 8-year weight gain in women: a prospective study. Obes. Res. 2004;12:1386-1396.

** Flechtner-Mors M. et al. Effects of moderate consumption of white wine on weight loss in overweight and obese subjects. Int. J. Obes. 2004 ; 28 :1420-1426.

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de