Rotwein Blog

Weblog zum Thema Wein
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Published August 13th, 2009

24.000 Liter Rotwein auf Strasse ausgelaufen

Schade um den schönen Rotwein …

Hamburg: Ein 43-jähriger Lkw-Fahrer befuhr am 01. August 2009 mit seinem Sattelzug die Cuxhavener Straße in Richtung Harburg. Als plötzlich ein Hund quer über die Fahrbahn lief, bremste der 43-Jährige seinen Sattelzug stark ab, sodass dabei ein Tank, der mit 24.000 Litern Rotwein gefüllt war, beschädigt wurde.

Der Rotwein lief über die gesamte Fahrbahn in die Regenwassersiele. Eine Spezialfirma wurde mit der Reinigung der Regenwassersiele und der Fahrbahn beauftragt. Während der Reinigungsarbeiten wurde jeweils der linke Fahrstreifen der Cuxhavener Straße gesperrt.

Polizeibeamte stellten den beschädigten Tankcontainer für weitere Untersuchungen sicher. Von dem Hund fehlt jede Spur.

Published June 18th, 2009

Deutscher Rotwein und Klimawandel

Hat der weltweite Klimawandel auch einen Einfluß auf den Deutschen Rotwein und die Qualität der Trauben?

Die prognostizierte Erwärmung im Verlauf des Klimawandels wird die Weinwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten auch in Deutschland grundlegend beeinflussen. Das behaupten Experten. Der Charakter von Weinen bestimmter Sorten werde sich ändern, dadurch erhöhe sich die in Deutschland mögliche Sortenauswahl. Besonders die roten Trauben sollen von der Erwärmung profitieren. So könnte schon bald in Deutschland ein genauso hochwertiger Rotwein hergestellt werden, wie in der in Frankreich und Italien. Stimmen die Thesen der Experten? Reportage von einem Weingut in Baden, das hochwertigen Rotwein produziert und ins Ausland exportiert.

Video: dw-world.de

Published June 18th, 2009

Weisswein schuetzt das Herz so gut wie Rotwein

Eine der größten Langzeitstudien der Welt belegt, dass moderater Weingenuss das Leben verlängert – vor allem wegen der drastischen Senkung des Herzinfarktrisikos.* Dabei hat sich Weißwein dem Rotwein als vollkommen ebenbürtig erwiesen.

Seit 1978 standen insgesamt 128.934 Erwachsene aus Nord-Kalifornien unter gesundheitlicher Beobachtung des Department of Medicine am Kaiser Permanente Medical Center in Oakland. Während der 20 Jahre Beobachtungszeit sind 16.431 Teilnehmer verstorben. Deren Alkoholkonsumgewohnheiten wurden ausgewertet:

Alkoholeffekt? Man fand die aus zahlreichen früheren Studien bekannte J-förmige Beziehung: Moderater Alkoholgenuss (bis zu rund 24 g Alkohol; entspr. etwa 0,3 l Wein, 0,6 l Bier, 0,1 l Spirituosen**) ist im Vergleich zu Abstinenz mit einer etwa 10 % niedrigeren Sterblichkeit (unabhängig von der Todesursache) assoziiert. Bei einer Menge von bis zu 60 g Alkohol pro Tag beobachtete man bei Männern wie auch bei Frauen noch keine erhöhte Sterblichkeit. Erst bei extremem Konsum von mehr als 72 g Alkohol pro Tag war für beide Geschlechter – erwartungsgemäß – das Risiko um 50% bzw. um 60 % signifikant erhöht.

Weineffekt? Als man nach Alkoholika differenzierte, hatten Teilnehmer, die vorwiegend oder ausschließlich Wein tranken, bei moderater Alkoholdosis die stärksten Risikosenkungen. Selbst bei höchstem Konsum*** konnte bei den Weintrinkern – im Gegensatz zu den Bier- oder Spirituosenkonsumenten – kein signifikant erhöhtes Sterblichkeitsrisiko festgestellt werden!

DWA-Anmerkung: Dies soll allerdings nicht heißen, dass Wein jenseits der moderaten Menge empfehlenswert ist!! Und die ist mit 1 bis 2 Gläsern (bis ca. 0,3 l) für die Frau und etwa das Doppelte für den Mann definiert. Ein ständiges Mehr birgt gesundheitliche Risiken.

Weinarteneffekt? Als man die Daten auch noch hinsichtlich der Weinarten verglich, fand man keinen Unterschied. Die protektiven Effekte waren in gleicher Weise für Weißwein wie für Rosé oder Rotwein sowie für Sekt bzw. Schaumwein zu beobachten.

Lifestyleeffekt? Die Wissenschaftler aus Oakland geben allerdings zu bedenken, dass man mit ihren Daten nicht klären kann, ob die gesundheitlichen Vorteile für Weintrinker auf das Getränk per se oder auf andere gesundheitsbewusste Verhaltensweisen (z. B. Rauchverzicht, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung), durch die sich Wein- von Bier- und Spirituosenliebhabern unterscheiden, zurückzuführen sind.

* Klatsky AL, Friedman GD, Armstrong MA, Kipp H. Wine, liquor, beer, and mortality. Am J Epidemiol 2003;158:585-95.

** Berechnungsgrundlage für
Bier5 Vol%
Wein 11 Vol%
Spirituosen35 Vol%

*** mehr als 72 g Alkohol:
entspr.: über eine Flasche (820 ml) Wein, knapp 2 l Bier, ca. 250 ml Spirituosen pro Tag

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Published June 18th, 2009

Rotwein und Weisswein senken Herz-Risikofaktoren

Von allen alkoholischen Getränken hat Wein den günstigsten Einfluss auf Risikofaktoren bei Männern im Herzinfarkt gefährdeten Alter. Das ist das Ergebnis einer neuen, großen Bevölkerungsstudie aus Großbritannien.*

Die Senkung des Herzinfarktrisikos durch moderaten Alkoholkonsum liegt, je nach Studie unterschiedlich, im Bereich von 20 bis 60 Prozent. Verschiedene Studien kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Weinkonsum eine stärkere protektive Wirkung hat als andere alkoholische Getränke. Meist wurde das damit erklärt, dass Wein und insbesondere Rotwein eine Vielzahl von pflanzlichen Inhaltstoffen aufweist, die physiologische Wirkungen besitzen. So konnte sich der Glaube durchsetzen, dass “nur” der Rotwein gesund sei.

Tatsächlich gibt es nur wenige epidemiologische Studien, die hinsichtlich der biologischen Wirkungen zwischen rotem und weißem Wein unterscheiden. Die größte Untersuchung hierzu wurde kürzlich von Wissenschaftlern der Royal Free University (London) veröffentlicht. Man hatte hierzu 3.158 Männer im Alter von 60 bis 79 Jahren aus 24 Städten Englands ohne Vorerkrankung im Herz-Kreislaufbereich (Herzinfarkt, Hirninfarkt, Diabetes) rekrutiert. Ihre Ernährungs- und Trinkgewohnheiten wurden erfasst und mit der Ausprägung von Risikofaktoren für Herzinfarkt in Beziehung gesetzt. Dabei wurde hinsichtlich Bier-, Spirituosen- und Wein-Präferenz, – bei Letzteren zusätzlich auch zwischen “rot” und “weiß”- unterschieden. Für alle Berechnungen wurden Unterschiede hinsichtlich Alter, Körpermasse, Rauchen, Bewegung, Sozialstatus und anderer relevanter Einflussfaktoren statistisch berücksichtigt.

Ergebnis: Für alle alkoholischen Getränke fand man einen dosisabhängigen Anstieg des gefäßschützenden HDL-Cholesterins.
Aber nur bei Weinkonsumenten fand sich
- eine Senkung der als risikoreich eingeschätzten Blut- Neutralfette (Triglyceride)
- eine dosisabhängige Senkung des Insulinspiegels
- eine hohe Fließfähigkeit und niedrige Gerinnungsneigung des Blutes
- eine Senkung der Entzündungsreaktionen
alles Veränderungen, die als herz- und gefäßschützend eingestuft werden.

Beim internen Vergleich – Rotwein gegen Weißwein – fand man nur bei einem Gerinnungs- und einem Entzündungsfaktor günstigere Werte für die rote Variante.

Schlussfolgerung: Diese Studie bestätigt, dass die beobachtete Senkung der Herz-Kreislauferkrankungen bei moderatem Weingenuss biologisch plausibel ist. Andererseits stellt sie aber den weit verbreiteten Glaube in Frage, dass gesundheitlich förderliche Wirkungen nur dem Rotwein zuzuschreiben sei. Offensichtlich gehen von Weißwein vergleichbar günstige präventive Wirkungen aus.

* Wannamethee SG, et al. The effects of different alcoholic drinks on lipids, insulin and haemostatic and inflammatory markers in older men. Thromb Haemost. 2003 Dec;90(6):1080-7.

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Published June 18th, 2009

Australischer Shiraz bei Aldi

Genießbarer Rotwein für unter drei Euro? Ist das überhaupt möglich? Der Supermarkt-Discounter Aldi überrascht immer wieder mit günstigen Weinangeboten. Im Sortiment bei Aldi Sued ist beispielsweise der “Forest Hill Shiraz Cabernet” zum Preis von 2,79 Euro, ein kräftiger Australischer Rotwein im kräftigem Abgang.

Australischer-Shiraz Der bei Aldi angebotene Shiraz ist ein Trockener, tiefdunkler Rotwein aus den sonnenverwöhnten Weinanbaugebieten Sûdaustraliens, dort, wo die Rebsorte Shiraz ideale klimatische Voraussetzungen findet. Dieser kräftige, körperreiche Wein passt zu allen Gerichten mit dunklem Fleisch, Pasta und gereiftem Käse. Bei Aldi Nord gibt es für 1,99 Euro den “ACACIA HILL Shiraz” ebenfalls ein trockener, kräftiger Rotwein aus Australien.

Wie sind diese Preise bei Aldi überhaupt möglich? Alle Produkte bei Aldi unterliegen einer strengen Qualitätsprüfung. Um überhaupt bei Aldi im Sortiment aufgenommen zu werden, bedarf es im Vorfelde strenger Qualitätskontrollen. Aldi legt seine Preisstruktur natürlich nicht offen, aber man kann vermuten, dass die Masse diesen günstigen Preis möglich macht. Wahrscheinlich kauft Aldi lokal ganze Weinernten auf, um mit diesem Preis am Markt offerieren zu können.

Fazit: Natürlich kann ein Billigwein bei Aldi nicht mit edlen Weinen konkurieren, das wäre aber auch wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Der Aldi Wein eignet sich aber z.B. für eine Grillparty, wo es eben nicht immer ein teurer Wein sein muss.