Der kleine Johnson 2009 – Weinbuch

Das Weinbuch „Der kleine Johnson 2009“ bietet Informationen über 15.000 Weine, Produzenten und Weinjahrgänge aus aller Welt.

Weinbuch Der kleine Johnson 20009 Der kleine Johnson ist Jahr für Jahr der erfolgreichste und meist gekaufte Weinführer der Welt. Auch die aktuelle Ausgabe bietet wieder alles, was ein aktueller und kompetenter Weinführer benötigt: Von Bewertungen der neuesten und vergangener Jahrgänge, Trends und Entwicklungen bei Produzenten und Regionen der ganzen Weinwelt, lexikalisches Wissen zu Rebsorten und wichtigen Weinbegriffen bis hin zu Hugh Johnsons persönlichen Lieblingsweinen. Neu in dieser Ausgabe ist der ausführliche Sonderteil zum Thema Essen und Wein.

Im Mittelpunkt des meistverkauften Weinbuchs stehen die Ausführungen zu Anbaugebieten und ihren Erzeugnissen. Übersichtskarten am Beginn der jeweiligen, nach ihrer Bedeutung geordneten, Länderkapitel bieten erste Orientierung. Ein ausgeklügeltes Abkürzungssystem, verbunden mit einer übersichtlichen Kapitelaufteilung, verhilft dem Leser zu einem schnellen Einblick in das Wesen der jeweiligen Tropfen. Sind Frankreichs Weine immer noch konkurrenzlos? Welche kleineren Bordeaux-Châteaux sind empfehlenswert? Welches Gut produziert den berühmtesten Süßwein der Welt? Der kleine Johnson 2009 hat die Antworten.

Daneben stellt der Autor die besten bzw. beliebtesten Rebsorten vor, erklärt die neue Weinsprache und hält eine Übersichtstabelle der Weinjahrgänge bereit. Hier kann der Genießer erkennen, ob die in den Hauptanbaugebieten erzeugten Produkte durch Lagerung ihren Geschmack noch verfeinern oder ob sie lieber getrunken werden sollten. Und welcher Wein passt zu welchem Gericht? Johnson weiß Rat. Immer wieder blitzen kleine Gourmet-Details in seinem Werk auf. So zum Beispiel das Kapitel, in dem umgekehrt angeführt wird, durch welche Speisen besonders exquisite Weine gebührende Geltung erhalten. Ein Blick auf die letzten Weinjahrgänge darf natürlich nicht fehlen.

Weinkenner kommen bei diesem Werk ebenso auf ihre Kosten wie interessierte Laien. Und mit seinem elegant-schlanken Format von ca. 20×9 cm ist der großartige kleine Ratgeber, bei dem sich alles um den herrlichen Rebensaft dreht, der ideale Begleiter auf allen Weinkaufstouren.

Der kleine Johnson 2009
von Hugh Johnson
Verlag: Graefe und Unzer Verlag
ISBN-13: 978-3833812200
Preis: EUR 19,90

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Deutscher Weisswein zum Spargel

Wenn zum ersten Mal im Jahr der frische Spargel auf dem Teller duftet und sich dazu ein leichter deutscher Wein im Glas entfaltet, hat der Frühling endgültig Einzug gehalten. Der aromatische Duft des Spargels und das anregende Bukett des Weins verbinden sich zu einem Fest für die Sinne.

Schon seit Jahrhunderten werden den beiden heilende Wirkungen für Geist und Seele nachgesagt. Denn das edle Gemüse und sein ebenbürtiger Begleiter der Wein, sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Im Idealfall wachsen Spargel und Reben in unmittelbarer Nachbarschaft, wie beispielsweise in Rheinhessen, Baden, Pfalz und Sachsen.

Die deutschen Winzer haben zahlreiche Weinsorten, die sich harmonisch zum Spargel gesellen. Worauf es bei der Weinauswahl ankommt, zeigt das Deutsche Weininstitut (DWI).

Wie wäre es beispielsweise mit einem filigranen Weißburgunder, der mit seinen feinen nussigen Noten förmlich darauf brennt, mit dem Spargel, Kartoffeln und gehaltvoller Sauce Hollandaise eine genüssliche Verbindung einzugehen? Auch ein feingliedriger Silvaner aus Rheinhessen oder aus Franken ist zu den Spargelklassikern sehr zu empfehlen. Grundsätzlich sollten die Aromen im Wein dem delikaten Gemüse den geschmacklichen Vortritt lassen. Dann gehen die Weine mit dem Spargel eine sehr harmonische Verbindung ein.

Kommen Kräuter ins Spiel, Estragon oder Kerbel beispielsweise, empfiehlt sich auch ein frischer Grauer Burgunder, der dem etwas ausdrucksvollerem Miteinander den letzten Pfiff verleiht. Riesling ist ebenfalls ein idealer Begleiter zu Spargel. Damit seine typische Säure nicht zu sehr auftrumpft, empfiehlt sich die Riesling Classic Variante mit seiner harmonisch-trockenen Art. Auch halbtrockener Riesling beispielsweise aus dem Rheingau ist zu Spargel und rohem Schinken, Schnitzel und Koteletts immer willkommen.

Spargel und Fisch, etwa gebratener Lachs, Saibling oder auch Lachsforelle suchen ebenfalls gerne die Gesellschaft von Riesling. Mildere Zubereitungsarten, leicht pochiert mit delikater Sauce serviert, sind wiederum perfekte Partner zu Silvaner oder Weißburgunder. Auch badischer Gutedel zum Spargel ist ein Klassiker! Er ist besonders beliebt wegen seiner milden Säure und daher zu allen leichten Gerichten zu empfehlen.

Bei der klassischen Spargel- Schinkenkombination beispielsweise spielt die salzige Komponente auf erfrischende Weise mit den feinen Aromen im Wein. So entstehen ganz neue Genüsse, so vielfältig und einzigartig, wie die Spargelsaison für Genießer nun mal ist. Wer Spargel gerne in Gesellschaft von Garnelen und Scampis schätzt, sollte auf eine eher milde Zubereitung der Krustentiere achten, damit das delikate Spargelaroma nicht überdeckt wird. Als Wein empfiehlt sich dazu ein Weißer Burgunder oder Silvaner, beide schwimmen mit diesem Menü auf einer „Aromawelle“.

Die Spargelsaison ist kurz, zu kurz bedauern Spargel-Fans. Weinfreunde dagegen dürfen sich freuen, neue kulinarische Bekanntschaften mit köstlichen deutschen Weinen auch nach der Spargelsaison fortzusetzen. Delikate Rezepte dazu gibt es beispielsweise im neuen Wein-Kochbuch des Deutschen Weininstituts. Es wurde jüngst mit dem ersten Preis des internationalen Gourmand Cookbook Awards ausgezeichnet und ist für 12,- € im Buchhandel oder unter deutscheweine.de erhältlich.

Quelle: Deutsches Weininstitut
deutscheweine.de

Wein Urlaub beim Winzer

Urlaub machen wo der Wein wächst – Deutsches Weininstitut weitet Informationsangebot zu Weintourismus aus

Das Urlaubsverhalten der Deutschen hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Verstärkt gefragt sind heute Kurzurlaube verbunden mit attraktiven kulinarischen oder auch Wellness-Rahmenprogrammen. Dieser Trend kommt den Winzern in den 13 deutschen Weinbaugebieten sehr entgegen, denn dort findet man Lebensfreude, Genuss und Kultur pur. Diese Entwicklung korrespondiert zudem sehr gut mit dem positiven Imagewandel, den der deutsche Wein derzeit hierzulande erfährt. Sie verschafft den Winzern die Möglichkeit, einen Gegenpol zum anonymen Weinkauf im Lebensmittelhandel zu setzen und der teilweise rückläufigen Direktvermarktung entgegenzuwirken.

Zahlreiche Weingüter haben sich bereits seit längerem mit Übernachtungs- und Urlaubsangeboten ein weiteres wirtschaftliches Standbein geschaffen. In vielen Weinbaugebieten arbeiten auch bereits die Wein- und Tourismusorganisationen eng zusammen und verbessern auf diesem Wege die Wertschöpfung und Außendarstellung für die gesamte Region. Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts (DWI) sieht insbesondere in der Bündelung der Kommunikation von Wein- und Tourismusinformationen eine wichtige und bisher ungelöste Aufgabe: „Die weintouristischen Angebote in den einzelnen Regionen sind ungemein zahlreich, attraktiv und vielfältig, aber noch nirgendwo gibt es sie bundesweit zusammengefasst. Das Deutsche Weininstitut hat sich zum Ziel gesetzt, seine bereits bestehenden Informationsangebote in dieser Richtung weiter auszubauen und die regionale weintouristische Vielfalt transparenter zu machen. Dabei wird unser Internetauftritt eine zentrale Funktion übernehmen.“

Die Homepage des DWI unter deutscheweine.de enthält bereits umfangreiche Informationen für angehende Weinreisende: Die Suchmaschine „Reisen zum Winzer“ enthält fast 400 Adressen von Weingütern und Winzergenossenschaften die Übernachtungsmöglichkeiten anbieten, eine Straußwirtschaft betreiben oder Keller- und Weinbergsführungen durchführen. Unter der gleichen Adresse findet sich auch eine Winzersuchmaschine, durch die man zu über 900 Winzern Kontakt aufnehmen kann und ganz selbstverständlich gibt es dort Portraits von allen Anbaugebieten. Schließlich können auch alle Weinfeste und -veranstaltungen in Deutschland auf der DWI-Homepage eingesehen werden. Wer dort dennoch nicht direkt fündig wird, trifft unter der Rubrik Wein und Tourismus auf weitere Organisationen und Anbieter von weinbezogenen Reisen oder Veranstaltungen.

Darüber hinaus legt das DWI alljährlich zum Jahrebeginn die kostenlose Winzerfestbroschüre auf, die über rund 1.000 Weinfeste aus allen Weinbaugebieten von Januar bis Dezember informiert. Für alle die sich intensiver mit dem deutschen Wein befassen möchten gibt es eine weitere, ebenfalls kostenlose Broschüre mit Weinmessen, -seminaren und -veranstaltungen aus der gesamten Bundesrepublik. Weitere ansprechende Informationen über die Besonderheiten der Weinlandschaften in verschiedenen Sprachen sowie eine neue DVD mit einer 30-minütigen Entdeckungstour durch die deutsche Weinwelt und Kurzportraits aus allen Anbaugebieten runden das Weintourismusangebot ab.

Quelle: Deutsches Weininstitut
deutscheweine.de

Deutscher Wein und Mittelmeerkueche?

In Deutschland gesund essen und trinken – wie im Süden

Seit das berühmte „Französische Paradoxon“ um die Welt ging, das die geringere Sterblichkeit der Franzosen auf die spezielle Ernährungsweise, aber auch auf den regelmäßigen Weinkonsum zurückführte, ist die Mittelmeerkost als Maß für eine gesunde Ernährung in aller Munde. Hauptkennzeichen sind der hohe Konsum von Olivenöl, Fisch, Gemüse, Obst und das obligatorische Glas Wein zum Essen.

Um die Vorzüge der Mittelmeerkost zu genießen, muss man aber nicht ans Mittelmeer fahren: Das deutsche Pendant ist möglich! Rapsöl liefert mit seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und seinem bemerkenswert hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren eine echte heimische Alternative zu Olivenöl und Fischfetten. Die verschiedenen heimischen Obst- und Gemüsesorten und unsere Hülsenfrüchte sind hier wie dort absolut vergleichbar.

Und auch den Wein betreffend sprechen viele Gründe für die Bevorzugung hiesiger Gewächse. Sowohl die vielfach belegte Qualität des deutschen Weines als auch seine gesundheitliche Wirkung sind durchaus ebenbürtig. Obwohl man in Rotweinen höhere Konzentrationen an Polyphenolen misst, die zusammen mit Alkohol die gesundheitlich positiven Effekte ausmachen, zeigen mit deutschen Weißweinen durchgeführte klinische Studien vergleichbare biologische Effekte. Möglicherweise gleichen die Weißwein-Phenole wegen einer stärkeren Wirkung die höhere Quantität der Rotweinstoffe – zumindest teilweise -wieder aus.

Ernährungsphysiologisch sinnvoll und entsprechend empfehlenswert wäre eine Anpassung der deutschen Trinkgewohnheiten: Propagiert werden sollte – ganz nach mediterranem Vorbild – das Weintrinken mit den Mahlzeiten: Regelmäßig aber mäßig ist gesundheitlich am besten. Aber auch der gleichzeitige Konsum von reichlich Wasser ist sinnvoll.

Doch merke – bei all den erwiesenermaßen ernährungsphysiologisch vorteilhaften Effekten: Wein ist dennoch kein Medikament! Er ist in erster Linie ein Kulturgut mit hohem Genusswert. Daher sollte der deutsche Wein bevorzugt werden, der individuell betrachtet am besten schmeckt und bekommt und harmonisch mit dem Essen korrespondiert.

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Weisswein schuetzt das Herz so gut wie Rotwein

Eine der größten Langzeitstudien der Welt belegt, dass moderater Weingenuss das Leben verlängert – vor allem wegen der drastischen Senkung des Herzinfarktrisikos.* Dabei hat sich Weißwein dem Rotwein als vollkommen ebenbürtig erwiesen.

Seit 1978 standen insgesamt 128.934 Erwachsene aus Nord-Kalifornien unter gesundheitlicher Beobachtung des Department of Medicine am Kaiser Permanente Medical Center in Oakland. Während der 20 Jahre Beobachtungszeit sind 16.431 Teilnehmer verstorben. Deren Alkoholkonsumgewohnheiten wurden ausgewertet:

Alkoholeffekt? Man fand die aus zahlreichen früheren Studien bekannte J-förmige Beziehung: Moderater Alkoholgenuss (bis zu rund 24 g Alkohol; entspr. etwa 0,3 l Wein, 0,6 l Bier, 0,1 l Spirituosen**) ist im Vergleich zu Abstinenz mit einer etwa 10 % niedrigeren Sterblichkeit (unabhängig von der Todesursache) assoziiert. Bei einer Menge von bis zu 60 g Alkohol pro Tag beobachtete man bei Männern wie auch bei Frauen noch keine erhöhte Sterblichkeit. Erst bei extremem Konsum von mehr als 72 g Alkohol pro Tag war für beide Geschlechter – erwartungsgemäß – das Risiko um 50% bzw. um 60 % signifikant erhöht.

Weineffekt? Als man nach Alkoholika differenzierte, hatten Teilnehmer, die vorwiegend oder ausschließlich Wein tranken, bei moderater Alkoholdosis die stärksten Risikosenkungen. Selbst bei höchstem Konsum*** konnte bei den Weintrinkern – im Gegensatz zu den Bier- oder Spirituosenkonsumenten – kein signifikant erhöhtes Sterblichkeitsrisiko festgestellt werden!

DWA-Anmerkung: Dies soll allerdings nicht heißen, dass Wein jenseits der moderaten Menge empfehlenswert ist!! Und die ist mit 1 bis 2 Gläsern (bis ca. 0,3 l) für die Frau und etwa das Doppelte für den Mann definiert. Ein ständiges Mehr birgt gesundheitliche Risiken.

Weinarteneffekt? Als man die Daten auch noch hinsichtlich der Weinarten verglich, fand man keinen Unterschied. Die protektiven Effekte waren in gleicher Weise für Weißwein wie für Rosé oder Rotwein sowie für Sekt bzw. Schaumwein zu beobachten.

Lifestyleeffekt? Die Wissenschaftler aus Oakland geben allerdings zu bedenken, dass man mit ihren Daten nicht klären kann, ob die gesundheitlichen Vorteile für Weintrinker auf das Getränk per se oder auf andere gesundheitsbewusste Verhaltensweisen (z. B. Rauchverzicht, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung), durch die sich Wein- von Bier- und Spirituosenliebhabern unterscheiden, zurückzuführen sind.

* Klatsky AL, Friedman GD, Armstrong MA, Kipp H. Wine, liquor, beer, and mortality. Am J Epidemiol 2003;158:585-95.

** Berechnungsgrundlage für
Bier5 Vol%
Wein 11 Vol%
Spirituosen35 Vol%

*** mehr als 72 g Alkohol:
entspr.: über eine Flasche (820 ml) Wein, knapp 2 l Bier, ca. 250 ml Spirituosen pro Tag

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de