Rotwein Blog

Weblog zum Thema Wein
Rotwein Blog

June 18th, 2009

Alkohol regelmaessig maessig

Beim Alkohol besser regelmäßig mäßig als gelegentlich viel: Eine neue Langzeitstudie aus Dänemark belegt, dass nur der regelmäßige leichte bis moderate Alkoholgenuss günstige gesundheitliche Auswirkungen hat. Ein gelegentlicher hoher Konsum dagegen ist mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.

Unter Laien wie auch in Ärztekreisen ist die Meinung weit verbreitet, dass täglicher Alkoholgenuss gesundheitlich problematisch sei. Günstiger sei es, nach Alkoholkonsum “der Leber immer ein paar Tage Pause zu gönnen”. Für solche Ratschläge gab es zwar nie eine wissenschaftliche Grundlage, doch klang es “vernünftig”. In der Vergangenheit hatten jedoch verschiedene epidemiologische Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass neben der Trinkmenge die Trinkgewohnheiten eine Rolle spielen; dabei ging ein unregelmäßiger Konsum eher mit ungünstigen Effekten einher.

Diese Fragestellung behandelte auch kürzlich eine große Bevölkerungsstudie aus Dänemark. 26.909 Männer und 29.626 Frauen im Alter von 55 bis 65 Jahren wurden 7 Jahre lang beobachtet. Zu Studienbeginn waren die Teilnehmer detailliert hinsichtlich Trink-, Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten befragt worden. Bezüglich des Alkoholkonsums interessierte sowohl die Menge als auch die Trinkgewohnheit. Ein Alkoholkonsum von bis zu 1 Mal pro Woche wurde als “unregelmäßiger Genuss” definiert. Die Kategorie “regelmäßiger Genuss” wurde angesetzt, wenn Teilnehmer mindestes an zwei Tagen pro Woche alkoholische Getränke zu sich nahmen.

Ergebnis: Bis zum Studienende nach 7 Jahren waren 1.528 Männer und 913 Frauen verstorben. Dabei war das Sterblichkeitsrisiko insgesamt bei unregelmäßigem Alkoholkonsum höher, als bei regelmäßigem Konsum. Differenzierte man bei diesen zwei Kategorien noch nach der Alkoholmenge pro Trinkanlass und bezog man statistisch auch die Unterschiede im Lebens- und Ernährungsstil und im Bildungsgrad mit ein, so ergab sich folgendes Bild:

Bei Männern mit regelmäßigem Konsum fand man insgesamt das niedrigste Risiko, wenn sie auf 5 bis 6 Tage pro Woche verteilt bis zu 156 g Alkohol (Risikosenkung 49 %) zu sich genommen hatten. Dies entspricht einem täglichen moderaten Konsum von ca. 30 g (entspr. in etwa 2 Gläser (300-400 ml) Wein). Das Risiko im Vergleich zu strikter Abstinenz war selbst dann noch niedriger, wenn Männer täglich bis zu 40 g konsumierten. Bei Frauen, die regelmäßig Alkohol konsumierten, fand man eine Risikosenkung von 28% bei einem täglichen Konsum von bis zu 12 g pro Tag bzw. 16% bei bis zu 25 g. Allerdings waren diese Ergebnisse nicht statistisch signifikant. Tranken sie aber mehr als 30 g pro Tag, stieg das Risiko in jedem Fall an, gleich ob sie diese Trinkmenge an einem Tag zugeführt oder auf 7 Tage verteilt hatten.

Fazit: Dass Frauen mit Alkohol vorsichtiger umgehen müssen, belegt auch diese Studie. Für Frauen über 55 Jahre gilt allerdings, dass sich bei einem leichten, regelmäßigen Alkoholkonsum mehr gesundheitliche Vorteile als Risiken zeigen. Bei Männern in diesem Alter sieht man diesen Effekt sogar bei Trinkmengen von bis zu 35 – 40 g. Wer allerdings meint, sich die tägliche Dosis bis zum Wochenende „ansparen“ zu müssen, wird die Vorteile in klare Gesundheitsrisiken wandeln. Durch die dann weit höhere Alkoholkonzentration im Gastro-Intestinaltrakt und im Blut können solch unerwünschte Nebenwirkungen wie krebsfördernde und blutungsfördernde Effekte zu Tage treten.

Hinweis DWA: Verantwortungsvoller Weinkonsum
Das Thema Wein und Gesundheit bedarf einer durch Sachkenntnis, Ausgewogenheit und Verantwortung geprägten Präsentation. Obwohl zahlreiche wissenschaftliche Daten belegen, dass moderater Weinkonsum positive Effekte auf die Gesundheit hat, weisen wir darauf hin, dass exzessives Trinken aller alkoholischer Getränke sozialen und gesundheitlichen Schaden birgt.

Quelle: Tolstrup JS, Jensen MK, Tjonneland, et al. Drinking Pattern and Mortality in Middle-Aged Men and Women. Addiction 2004;99:323-30

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

June 18th, 2009

Moderates Weintrinken haelt schlank!

Die Menschen werden weltweit immer übergewichtiger. Als Ursache wird neben anderen Lebensstilfaktoren auch meist auf den “zu hohen Alkoholkonsum” verwiesen. Deshalb wird zur Prävention und Therapie von Übergewicht eine Einschränkung des Alkoholkonsums empfohlen.

Diese sinnvoll anmutende Position steht jedoch konträr zu den Ergebnissen der epidemiologischen Forschung: Tatsächlich findet man mehrheitlich in den bislang vorliegenden Studien keinen einheitlichen Zusammenhang zwischen der Höhe des Alkoholkonsums und dem Ausmaß von Übergewicht. Dies wird auch in einer aktuellen Studie aus den USA deutlich (*).

Fördert der Konsum von alkoholischen Getränken die Gewichtszunahme? Dies untersuchte eine Studie an der Harvard-Universität mit 49.324 gesunden Frauen im Alter von 27 bis 44 Jahren (Nurses’ Health Study 2). Zweimal im Abstand von 8 Jahren ermittelte man Körpergewicht (ausgedrückt als Body Mass Index BMI) sowie Ernährungs- und Trinkgewohnheiten.

Ergebnisse: Bei Studienbeginn fand sich zwischen der Höhe der Alkoholzufuhr und Gewicht eine signifikant inverse Beziehung, das heißt: Die Frauen mit moderatem Alkoholkonsum (bis zu 30 g Alkohol/Tag) hatten ein niedrigeres Körpergewicht als Nichttrinker.

Dies änderte sich auch während der 8-jährigen Beobachtungszeit nicht: Das Risiko, während dieser Zeit 5 kg an Gewicht zuzunehmen, war bei den Frauen, die alkoholische Getränke MODERAT (0,1 bis 29,9 g Alkohol pro Tag) zu sich nahmen, signifikant niedriger. Oberhalb dieser Alkoholmenge stieg es allerdings wieder an.

Schlussfolgerung: Die Harvard-Wissenschaftler schließen aus Ihrer Studie, dass bei Frauen ein moderater Alkoholkonsum von bis zu 30 Gramm am Tag kein Übergewichtsrisiko darstellt. Dies bedeutet, dass auch um ihr Gewicht besorgte Weintrinkerinnen ohne schlechtes Gewissen ein bis zwei Gläser täglich genießen können. Bei einem ständigen Zuviel kehrt sich dieser Effekt jedoch ins Gegenteil. Die Forscher weisen darauf hin, dass ein hoher Alkoholkonsum die Entstehung von Übergewicht fördern kann.

Diese Einschätzung bestätigte auch eine neue deutsche Studie vom Universitätsklinikum Ulm. Der Erfolg einer medizinisch verordneten Diät (über drei Monate) wurde durch moderates Weintrinken nicht geschmälert. Tendenziell (allerdings nicht signifikant) nahmen diejenigen, deren Reduktionskost 0,2 l Weißwein beinhaltete, sogar mehr ab (**).

* Wannamethee SG. et al. Alcohol intake and 8-year weight gain in women: a prospective study. Obes. Res. 2004;12:1386-1396.

** Flechtner-Mors M. et al. Effects of moderate consumption of white wine on weight loss in overweight and obese subjects. Int. J. Obes. 2004 ; 28 :1420-1426.

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

June 18th, 2009

Wein und Tourismus

DWV gibt Impulse für einen zukunftsorientierten Weintourismus – Weintourismus ist mehr als ein Bett über dem Weinkeller

Wellness, Erlebnis, Lifestyle, Kultur sind einige der Stichworte, die mit einem zukunftsorientierten Weintourismus in Verbindung gebracht werden. Der Deutsche Weinbauverband hatte Fachleute aus der Tourismusbranche und des Weinmarketings in seinen neuen Arbeitskreis “Wein und Tourismus” eingeladen, um über gemeinsame Ziele, Maßnahmen und Instrumente zu sprechen. Unisono waren die Referenten und Diskussionsteilnehmer sich einig, dass die Weinbaugebiete als attraktive Kulturlandschaften den Erholung suchenden Touristen von heute und morgen ausgesuchte Angebote für Wellness-, Erlebnis- und Kulturaufenthalte bieten können.

Reiseveranstalter, wie AMEROPA, sind an einem Ausbau des Weintourismus interessiert. Die Billigflieger bieten neue Chancen, die Verkehrsinfrastruktur der Weinbaugebiete wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Weintourismus bedeutet heute erheblich mehr als die Bereitstellung von Gästezimmern auf Winzerhöfen.

Weintourismus wurde in den Beratungen des Arbeitskreises als umfassendes, ganzheitliches Konzept einer Weinbauregion verstanden, in das Winzer, Gastronomie, Hotels, Reiseveranstalter, Anbieter von Kulturprogrammen, Einzelhandel und Handwerk der Region einbezogen sind.

Vertreter der weinbautreibenden Bundesländer unterstrichen aber auch die politische Dimension der Themenstellung. Weintourismus soll mehr als bisher der Entwicklung des ländlichen Raums dienen. Hierfür will sich der Deutsche Weinbauverband bei den Beratungen in Brüssel, insbesondere bei der Reform der Europäischen Weinmarktorganisation, einsetzen.

Quelle: Deutscher Weinbauverband dwv e.V.
dwv-online.de

June 18th, 2009

Australischer Shiraz bei Aldi

Genießbarer Rotwein für unter drei Euro? Ist das überhaupt möglich? Der Supermarkt-Discounter Aldi überrascht immer wieder mit günstigen Weinangeboten. Im Sortiment bei Aldi Sued ist beispielsweise der “Forest Hill Shiraz Cabernet” zum Preis von 2,79 Euro, ein kräftiger Australischer Rotwein im kräftigem Abgang.

Australischer-Shiraz Der bei Aldi angebotene Shiraz ist ein Trockener, tiefdunkler Rotwein aus den sonnenverwöhnten Weinanbaugebieten Sûdaustraliens, dort, wo die Rebsorte Shiraz ideale klimatische Voraussetzungen findet. Dieser kräftige, körperreiche Wein passt zu allen Gerichten mit dunklem Fleisch, Pasta und gereiftem Käse. Bei Aldi Nord gibt es für 1,99 Euro den “ACACIA HILL Shiraz” ebenfalls ein trockener, kräftiger Rotwein aus Australien.

Wie sind diese Preise bei Aldi überhaupt möglich? Alle Produkte bei Aldi unterliegen einer strengen Qualitätsprüfung. Um überhaupt bei Aldi im Sortiment aufgenommen zu werden, bedarf es im Vorfelde strenger Qualitätskontrollen. Aldi legt seine Preisstruktur natürlich nicht offen, aber man kann vermuten, dass die Masse diesen günstigen Preis möglich macht. Wahrscheinlich kauft Aldi lokal ganze Weinernten auf, um mit diesem Preis am Markt offerieren zu können.

Fazit: Natürlich kann ein Billigwein bei Aldi nicht mit edlen Weinen konkurieren, das wäre aber auch wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Der Aldi Wein eignet sich aber z.B. für eine Grillparty, wo es eben nicht immer ein teurer Wein sein muss.

June 18th, 2009

Kochduell Das Rotweinbuch

Was man schon immer über Wein wissen wollte, aber nie zu fragen wagte – das erfährt man in diesem Buch. Heiter und unkompliziert vermitteln die Autoren Wissenswertes und Wichtiges rund um das köstliche Getränk. Darüber hinaus gibt es 30 Weinempfehlungen mit Kommentaren, Preisen und Bezugsquellen, auch für den kleineren Geldbeutel.

Das Basis-Wissen für jeden Weinliebhaber! Die Autoren: Christina Fischer, Gastronomin aus Köln, hat sich ihr profundes Weinwissen als Sommelière in verschiedenen Stationen angeeignet. Ihre unkonventionelle Weinphilosophie kommt hervorragend an und hat ihr zahlreiche Auszeichnungen eingetragen, u.a. Wirtin des Jahres 2000 und Sommelier des Jahres 2001 im Gault Millau. Hendrik Thoma ist Sommelier im Hamburger Hotel und Weinrestaurant Lous C. Jacob. Seine Weinkarte wurde bereits vom amerikanischen Winespectator prämiert. Außerdem wurde ihm vom Gault Millau der Titel Sommelier des Jahres 1999 verliehen. Pressestimmen: Bunter, unterhaltsamer und damit für Wein-Neulinge besser geeignet ist “Das Weinbuch” zum “Kochduell”, der Erfolgssendung beim Kölner Privatsender VOX: Die beiden “Kochduell” Sommeliers Christina Fischer und Hendrik Thoma nippen sich – stellvertretend für den Leser – langsam, aber beharrlich an den Wein und seine Varianten, die “wichtigsten Rebsorten”, den “Weineinkauf”, an Weinproben und andere rebselige Besonderheiten heran…. Wer Orientierung sucht unter all den vielen Flaschen in Supermarkt-Regalen und Winzerkellern, wird in diesem Buch in die Hand genommen und auf sichere Pfade geführt. Zum Schluss sind wir ein ganzes Stück schlauer; auch was die korrekte Temperatur, den richtigen Zeitpunkt zum Öffnen und die richtigen Gläser betrifft. (Kölner Stadtanzeiger) Wer vor einem Weinregal im Supermarkt oder gar im Fachhandel wie ein großes Fragezeichen stehen bleibt, wem Bezeichnungen wie “Spätlese” oder “Kabinett” gar nach babylonischer Sprachverwirrung klingen, wer sich einen Wein kauft, bloß weil ihn das Etikett anspricht – dem dürfte das “Weinbuch” aus der Reihe “Kochduell” Abhilfe verschaffen. Interessierten bietet es einen guten, verständlichen Einstieg in das Thema. Über das Grundwissen hinaus vermittelt es auch einen Zugang zu der Frage: Welcher Wein paßt zu welchem Essen? – Ein flott geschriebener, illustrierter Ver-Führer auf dem Weg zum Wein-Genuss.

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