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Weisswein schuetzt das Herz so gut wie Rotwein

Eine der größten Langzeitstudien der Welt belegt, dass moderater Weingenuss das Leben verlängert – vor allem wegen der drastischen Senkung des Herzinfarktrisikos.* Dabei hat sich Weißwein dem Rotwein als vollkommen ebenbürtig erwiesen.

Seit 1978 standen insgesamt 128.934 Erwachsene aus Nord-Kalifornien unter gesundheitlicher Beobachtung des Department of Medicine am Kaiser Permanente Medical Center in Oakland. Während der 20 Jahre Beobachtungszeit sind 16.431 Teilnehmer verstorben. Deren Alkoholkonsumgewohnheiten wurden ausgewertet:

Alkoholeffekt? Man fand die aus zahlreichen früheren Studien bekannte J-förmige Beziehung: Moderater Alkoholgenuss (bis zu rund 24 g Alkohol; entspr. etwa 0,3 l Wein, 0,6 l Bier, 0,1 l Spirituosen**) ist im Vergleich zu Abstinenz mit einer etwa 10 % niedrigeren Sterblichkeit (unabhängig von der Todesursache) assoziiert. Bei einer Menge von bis zu 60 g Alkohol pro Tag beobachtete man bei Männern wie auch bei Frauen noch keine erhöhte Sterblichkeit. Erst bei extremem Konsum von mehr als 72 g Alkohol pro Tag war für beide Geschlechter – erwartungsgemäß – das Risiko um 50% bzw. um 60 % signifikant erhöht.

Weineffekt? Als man nach Alkoholika differenzierte, hatten Teilnehmer, die vorwiegend oder ausschließlich Wein tranken, bei moderater Alkoholdosis die stärksten Risikosenkungen. Selbst bei höchstem Konsum*** konnte bei den Weintrinkern – im Gegensatz zu den Bier- oder Spirituosenkonsumenten – kein signifikant erhöhtes Sterblichkeitsrisiko festgestellt werden!

DWA-Anmerkung: Dies soll allerdings nicht heißen, dass Wein jenseits der moderaten Menge empfehlenswert ist!! Und die ist mit 1 bis 2 Gläsern (bis ca. 0,3 l) für die Frau und etwa das Doppelte für den Mann definiert. Ein ständiges Mehr birgt gesundheitliche Risiken.

Weinarteneffekt? Als man die Daten auch noch hinsichtlich der Weinarten verglich, fand man keinen Unterschied. Die protektiven Effekte waren in gleicher Weise für Weißwein wie für Rosé oder Rotwein sowie für Sekt bzw. Schaumwein zu beobachten.

Lifestyleeffekt? Die Wissenschaftler aus Oakland geben allerdings zu bedenken, dass man mit ihren Daten nicht klären kann, ob die gesundheitlichen Vorteile für Weintrinker auf das Getränk per se oder auf andere gesundheitsbewusste Verhaltensweisen (z. B. Rauchverzicht, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung), durch die sich Wein- von Bier- und Spirituosenliebhabern unterscheiden, zurückzuführen sind.

* Klatsky AL, Friedman GD, Armstrong MA, Kipp H. Wine, liquor, beer, and mortality. Am J Epidemiol 2003;158:585-95.

** Berechnungsgrundlage für
Bier5 Vol%
Wein 11 Vol%
Spirituosen35 Vol%

*** mehr als 72 g Alkohol:
entspr.: über eine Flasche (820 ml) Wein, knapp 2 l Bier, ca. 250 ml Spirituosen pro Tag

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Rotwein und Weisswein senken Herz-Risikofaktoren

Von allen alkoholischen Getränken hat Wein den günstigsten Einfluss auf Risikofaktoren bei Männern im Herzinfarkt gefährdeten Alter. Das ist das Ergebnis einer neuen, großen Bevölkerungsstudie aus Großbritannien.*

Die Senkung des Herzinfarktrisikos durch moderaten Alkoholkonsum liegt, je nach Studie unterschiedlich, im Bereich von 20 bis 60 Prozent. Verschiedene Studien kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Weinkonsum eine stärkere protektive Wirkung hat als andere alkoholische Getränke. Meist wurde das damit erklärt, dass Wein und insbesondere Rotwein eine Vielzahl von pflanzlichen Inhaltstoffen aufweist, die physiologische Wirkungen besitzen. So konnte sich der Glaube durchsetzen, dass „nur“ der Rotwein gesund sei.

Tatsächlich gibt es nur wenige epidemiologische Studien, die hinsichtlich der biologischen Wirkungen zwischen rotem und weißem Wein unterscheiden. Die größte Untersuchung hierzu wurde kürzlich von Wissenschaftlern der Royal Free University (London) veröffentlicht. Man hatte hierzu 3.158 Männer im Alter von 60 bis 79 Jahren aus 24 Städten Englands ohne Vorerkrankung im Herz-Kreislaufbereich (Herzinfarkt, Hirninfarkt, Diabetes) rekrutiert. Ihre Ernährungs- und Trinkgewohnheiten wurden erfasst und mit der Ausprägung von Risikofaktoren für Herzinfarkt in Beziehung gesetzt. Dabei wurde hinsichtlich Bier-, Spirituosen- und Wein-Präferenz, – bei Letzteren zusätzlich auch zwischen „rot“ und „weiß“- unterschieden. Für alle Berechnungen wurden Unterschiede hinsichtlich Alter, Körpermasse, Rauchen, Bewegung, Sozialstatus und anderer relevanter Einflussfaktoren statistisch berücksichtigt.

Ergebnis: Für alle alkoholischen Getränke fand man einen dosisabhängigen Anstieg des gefäßschützenden HDL-Cholesterins.
Aber nur bei Weinkonsumenten fand sich
– eine Senkung der als risikoreich eingeschätzten Blut- Neutralfette (Triglyceride)
– eine dosisabhängige Senkung des Insulinspiegels
– eine hohe Fließfähigkeit und niedrige Gerinnungsneigung des Blutes
– eine Senkung der Entzündungsreaktionen
alles Veränderungen, die als herz- und gefäßschützend eingestuft werden.

Beim internen Vergleich – Rotwein gegen Weißwein – fand man nur bei einem Gerinnungs- und einem Entzündungsfaktor günstigere Werte für die rote Variante.

Schlussfolgerung: Diese Studie bestätigt, dass die beobachtete Senkung der Herz-Kreislauferkrankungen bei moderatem Weingenuss biologisch plausibel ist. Andererseits stellt sie aber den weit verbreiteten Glaube in Frage, dass gesundheitlich förderliche Wirkungen nur dem Rotwein zuzuschreiben sei. Offensichtlich gehen von Weißwein vergleichbar günstige präventive Wirkungen aus.

* Wannamethee SG, et al. The effects of different alcoholic drinks on lipids, insulin and haemostatic and inflammatory markers in older men. Thromb Haemost. 2003 Dec;90(6):1080-7.

Quelle: Deutsche Weinakademie
deutscheweinakademie.de

Australischer Shiraz bei Aldi

Genießbarer Rotwein für unter drei Euro? Ist das überhaupt möglich? Der Supermarkt-Discounter Aldi überrascht immer wieder mit günstigen Weinangeboten. Im Sortiment bei Aldi Sued ist beispielsweise der „Forest Hill Shiraz Cabernet“ zum Preis von 2,79 Euro, ein kräftiger Australischer Rotwein im kräftigem Abgang.

Australischer-Shiraz Der bei Aldi angebotene Shiraz ist ein Trockener, tiefdunkler Rotwein aus den sonnenverwöhnten Weinanbaugebieten Sûdaustraliens, dort, wo die Rebsorte Shiraz ideale klimatische Voraussetzungen findet. Dieser kräftige, körperreiche Wein passt zu allen Gerichten mit dunklem Fleisch, Pasta und gereiftem Käse. Bei Aldi Nord gibt es für 1,99 Euro den „ACACIA HILL Shiraz“ ebenfalls ein trockener, kräftiger Rotwein aus Australien.

Wie sind diese Preise bei Aldi überhaupt möglich? Alle Produkte bei Aldi unterliegen einer strengen Qualitätsprüfung. Um überhaupt bei Aldi im Sortiment aufgenommen zu werden, bedarf es im Vorfelde strenger Qualitätskontrollen. Aldi legt seine Preisstruktur natürlich nicht offen, aber man kann vermuten, dass die Masse diesen günstigen Preis möglich macht. Wahrscheinlich kauft Aldi lokal ganze Weinernten auf, um mit diesem Preis am Markt offerieren zu können.

Fazit: Natürlich kann ein Billigwein bei Aldi nicht mit edlen Weinen konkurieren, das wäre aber auch wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Der Aldi Wein eignet sich aber z.B. für eine Grillparty, wo es eben nicht immer ein teurer Wein sein muss.

Kochduell Das Rotweinbuch

Was man schon immer über Wein wissen wollte, aber nie zu fragen wagte – das erfährt man in diesem Buch. Heiter und unkompliziert vermitteln die Autoren Wissenswertes und Wichtiges rund um das köstliche Getränk. Darüber hinaus gibt es 30 Weinempfehlungen mit Kommentaren, Preisen und Bezugsquellen, auch für den kleineren Geldbeutel.

Das Basis-Wissen für jeden Weinliebhaber! Die Autoren: Christina Fischer, Gastronomin aus Köln, hat sich ihr profundes Weinwissen als Sommelière in verschiedenen Stationen angeeignet. Ihre unkonventionelle Weinphilosophie kommt hervorragend an und hat ihr zahlreiche Auszeichnungen eingetragen, u.a. Wirtin des Jahres 2000 und Sommelier des Jahres 2001 im Gault Millau. Hendrik Thoma ist Sommelier im Hamburger Hotel und Weinrestaurant Lous C. Jacob. Seine Weinkarte wurde bereits vom amerikanischen Winespectator prämiert. Außerdem wurde ihm vom Gault Millau der Titel Sommelier des Jahres 1999 verliehen. Pressestimmen: Bunter, unterhaltsamer und damit für Wein-Neulinge besser geeignet ist „Das Weinbuch“ zum „Kochduell“, der Erfolgssendung beim Kölner Privatsender VOX: Die beiden „Kochduell“ Sommeliers Christina Fischer und Hendrik Thoma nippen sich – stellvertretend für den Leser – langsam, aber beharrlich an den Wein und seine Varianten, die „wichtigsten Rebsorten“, den „Weineinkauf“, an Weinproben und andere rebselige Besonderheiten heran…. Wer Orientierung sucht unter all den vielen Flaschen in Supermarkt-Regalen und Winzerkellern, wird in diesem Buch in die Hand genommen und auf sichere Pfade geführt. Zum Schluss sind wir ein ganzes Stück schlauer; auch was die korrekte Temperatur, den richtigen Zeitpunkt zum Öffnen und die richtigen Gläser betrifft. (Kölner Stadtanzeiger) Wer vor einem Weinregal im Supermarkt oder gar im Fachhandel wie ein großes Fragezeichen stehen bleibt, wem Bezeichnungen wie „Spätlese“ oder „Kabinett“ gar nach babylonischer Sprachverwirrung klingen, wer sich einen Wein kauft, bloß weil ihn das Etikett anspricht – dem dürfte das „Weinbuch“ aus der Reihe „Kochduell“ Abhilfe verschaffen. Interessierten bietet es einen guten, verständlichen Einstieg in das Thema. Über das Grundwissen hinaus vermittelt es auch einen Zugang zu der Frage: Welcher Wein paßt zu welchem Essen? – Ein flott geschriebener, illustrierter Ver-Führer auf dem Weg zum Wein-Genuss.

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Feuerzangenbowle

Es ist eine gute alte deutsche Tradition, dass der Rotwein zur Winterzeit auch heiß genossen wird. Aber auch im Sommer kann man eine zünftige Feuerzangenbowle trinken, insbesondere wenn es draußen nicht so richtig sommerlich warm ist. In den letzten Tagen hatten wir ja teilweise schon Temperaturen wie im Herbst.

Feuerzangenbowle Der Klassiker ist „Die Feuerzangenbowle“, die durch den gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann weltberühmt wurde. Heinz Rühmanns erfolgreichste Filmrolle ist die des Oberprimaners Pfeiffer „mit drei F“ in „Die Feuerzangenbowle“, inszeniert 1944 von Helmut Weiß. Besonders zur kalten Jahreszeit genießt man mit guten Freunden eine schönen Feuerzangenbowle. Aber immer schön mit Vorsicht genießen!

Hier ist das Rezept für die Feuerzangenbowle:

(Zutaten für sechs Personen)

Man nehme:
6 Flaschen trockenen Rotwein, z.B. Bordeaux
1 Flasche Rum (mind. 54 %)
1 Stück Orangenschale
1 Stück Zitronenschale
3 Zimtstangen
6 Gewürznelken
1 Zuckerhut (250g)

Zubehör:
– kupferner Kessel oder anderer feuerfester Topf
– Rechaud, Kocher
– Feuerzange
– Schöpfkelle

Den Rotwein, die Gewürze, die Orangen und Zitronen- und Orangenschalen mit dem Kocher erhitzen. Nur erwärmen, nicht kochen. Wenn der Rotwein warm ist, Feuerzange mit dem Zuckerhut über den Kesel legen und mit der Schöpfkelle etwas Rum übergießen und mit einem Streichholz vorsichtig anzünden. Nach un nach Rum mit der Kelle nachgießen, bis der Zuckerhut ganz geschmolzen ist. Das wars! Viel Spaß beim Genuß der Feuerzangenbowle …